Wie du leicht Spam-Backlinks für ungültig erklären kannst

Stelle dir vor, du baust ein gutes Webprojekt auf und dieses wird von der Konkurrenz mit unerwünschten Backlinks beschossen. Was kannst du dagegen machen und wie darauf reagieren?

Spam-Backlinks

Spam-Backlinks für ungültig erklären – © TheDigitalArtist / pixabay.com

In diesem Artikel gehe ich auf die Problematik der Spam-Backlinks ein und wie du sie entwerten kannst. Sinnvoll oder doch Zeitverschwendung?

Spam-Backlinks und das sinnvolle Löschverfahren

Die Konkurrenz schläft gewöhnlich nicht und schon gar nicht im SEO-Bereich. Durch Spam-Backlinks versucht der Konkurrent die Domain absichtlich zu schädigen.

Vor kurzem habe ich selbst meine vierte Spam-Attacke erfahren müssen und habe alle Spam-Domains entwerten lassen.

Spam-Attacke

Spam-Attacke auf meine Domain. Screenshot: Search-Console von Google

In der SEO-Szene wird breit diskutiert inwieweit eine Spam-Attacke durch Konkurrenten die eigene Domain oder die Kundendomain schädigt.

Die Meinungen gehen weit auseinander. Die einen sagen überhaupt nicht und andere wiederum entwerten regelmäßig mit Disavow-Link-Tool die schlechten Backlinks.

Was als richtig zu betrachten ist, scheint ein Erfahrungswert zu sein. Sicherlich kann von außen der Spam zusätzlich als Ablenkung wirken, aber wenn starke Backlinks zusätzlich durch Spam an Trust verlieren wird es brandgefährlich. Sehr oft drohen Trafficeinbrüche, Rankingverlust oder die Klickrate bricht komplett ein.

Wer geht so ein Risiko ein? Ein SEO?

Ich gehe noch mit, wenn einer sagt dass die meisten eingekauften Spam-Backlinks bei stärkeren Domains keine direkte Wirkung zeigen. Wie sieht es bei Domains aus, die den Trust noch nicht haben, aber gute Rankings aufweisen? Genau darum geht es! Differenziert betrachtet kann sich kein SEO die Nichtabwertung und Spam erlauben.Punkt!

Arten von Spam-Verweislinks

Es gibt zwei Arten von Spam:

  • Sammelspam
    Diese Spam-Backlinks entstehen durch sogenannte Crawl-oder Scrapseiten und sind oft ungefährlich, da sie weit verbreitet sind und automatisch als Spam erfasst werden.
  • Spam-Attacke
    Diese Spam-Backlinks können gefährlich werden. Sie werden im Ausland günstig eingekauft und durch die Konkurrenz in Auftrag gegeben. Zusätzlich wird durch das Outsourcing die eigene Identität verschleiert.

Sinnvolle Maßnahme um Spam-Backlinks und Spam-Attacken den Kampf anzusagen

Google bietet für Webseitenbetreibern ein eigenes Entwertungstool „Disavow-Link-Tool“ an. Das Tool ist einfach aufgebaut und erfordert lediglich die Auswahl der betroffenen Domain in der Search-Console, das heraussuchen der Spam-Domains und das Weiterführen einer externen Datei.

Kurze Anleitung:

  1. Melde dich in der Search-Console an.
  2. Wähle in Disavow-Link-Tool deine betroffene Domain aus.
  3. Lege dir eine Text-Datei (.txt) z.B. mit WordPad oder Notepad an.
  4. Speichere diese auf deinem Datenträger ab.
  5. Kopiere aus der Search-Console unter SuchanfragenLinks zu ihrer Website die Spam-Links heraus und füge diese in die erstellte Datei (s.u.) ein.
  6. Kontrolliere sorgfältig, ob es sich wirklich um Spam-Backlinks handelt.
  7. Lade die Text-Datei hoch.

Bei Google findest du eine ausführliche Anleitung, wie du die Backlinks für ungültig erklären kannst. (Beachte unten meine Hinweise!)

Beispiel für eine gültige Datei:

# Alle aufgeführten Spam-Backlinks entfernen lassen
domain:de-casino-kneesocks.com
domain:de-casino-corocore.com
domain:de-casino-untucked.com
domain:de-casino-belatedness.com
domain:de-casino-quartile.com

Die im Beispiel genannte Disavow-Datei herunterladen.

Sollte die Abwertung der Verweislinks bei dir keine Wirkung zeigen und du benachteiligt wirst, dann an Google Webmaster Team wenden oder den Webspam direkt melden! Google sichtet dein Backlinkprofil und entwertet den Webspam.

 Wichtige Hinweise:
  • achte darauf, welche Unterseite angegriffen wird und kontrolliere, ob vor der Spam-Attacke ein neuer Konkurrent hinzukam. Daraus lässt sich oft ableiten wer den Angriff möglicherweise durchgeführt hat
  • leite die Spam-Attacke direkt an Google
  • beachte, dass die Spam-Verweislinks in Google Search-Console weiterhin gelistet werden
  • achte darauf, dass die Liste immer weitergeführt wird und nach dem Hochladen nur die erfassten Spam-Backlinks in der Datei mit der vorhanden überschrieben werden
  • bewerte sorgfältig die eingehenden Verweislinks und entwerte nur die Spam-Backlinks. Kontrolliere monatlich mit gängigen SEO-Tools (XOVI Werbung, Sistrix) dein Backlinkprofil
  • Disavow-Datei wird im Anschluss eines Antrages nicht berücksichtigt, solange der erste Auftrag abgearbeitet ist
  • mit Disavow-Link-Tool kannst du nicht deine Konkurrenz abwerten. Dieses Tool entwerten nur deine eingehenden Verweislinks
  • komme nicht auf die Idee selbst so eine Spam-Attacke zu starten. Sollte dein Konkurrent dich ausfindig machen, dann droht eine Anzeige und deftige Geldstrafe in Bezug auf nachgewiesenen Umsatzeinbruch oder vorsätzliche sittenwidrige Schädigung
  • wer schlechte Links per Disavow entwertet, kann dafür sorgen, dass die restlichen guten Links höher gewertet werden

Du bist dran! Warst du selbst schon von einer Spam-Attacke betroffen? Kontrollierst du stetig deine Verweislinks und entwertest schlechte Spam-Backlinks? Nutze mein Kommentarbereich weiter unten.

9 Kommentare zu “Wie du leicht Spam-Backlinks für ungültig erklären kannst

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    Jons kommentierte am 23.01.2018:

    Hat der Spam auf dein Projekt Auswirkungen gezeigt? Bekomme selbst massiv Backlinks wahrscheinlich von der Konkurrenz. Lieber sofort entwerten oder in Abständen?

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      Alex Kasakow kommentierte am 24.01.2018:

      Hallo Jons. Nein, keine direkten Auswirkungen festgestellt. Ich aktualisiere die Disavow-Datei quartalsweise und versuche diese aktuell zu halten. Auf neue Sammelspam würde ich nicht direkt reagieren, aber auf Spam-Attacken. Grüße.

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    Scotch kommentierte am 11.05.2018:

    Vielen Dank. Hat mir sehr geholfen. Scotch.

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    Peter kommentierte am 27.01.2019:

    Dass die Spam-Verweislinks in Google Search-Console weiterhin gelistet werden gefällt mit nicht. Das wird wohl auch ein Grund dafür sein, dass viele die Arbeit als Zeitverschwendung ansehen.?

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      Alex Kasakow kommentierte am 03.02.2019:

      Mag sein Peter. Ich denke aber eher, dass die meisten auf Google vertrauen und die Abwertung ihnen überlassen. Ja, dass die weiterhin gelistet werden ist lästig, aber das soll auch den Webmastern helfen falsche Entwertungen ggf. schnell zu erkennen. Grüße.

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    Benno kommentierte am 03.09.2019:

    Hallo Alex,
    hab auf unserer Firmen Seite auch einige Schadlinks entdeckt (die mit Sicherheit von keinen unserer Mitarbeiter gesetzt worden sind )
    Kann ich die ungewollten Links einfach von Google als ungültig erklären lassen,
    oder hat dies irgendwelche negativen Folgen für das spätere Ranking der Website ?
    Schwarze Liste bei Google o.ä.
    Möchte keine schlafenden Hunde wecken

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      Alex Kasakow kommentierte am 15.09.2019:

      Hallo Benno. Mittlerweile hat Google selbst bestätigt, dass die unerwünschten Links beim Entwerten sogar positive Signale hervorrufen. Du kannst bedenkenlos die unerwünschten Links entwerten. Nachteile bekommst du dadurch nicht, aber auch die Vorteile sind nicht sichergestellt. Grüße.

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    Benno kommentierte am 20.09.2019:

    Alex, besten Dank,
    schade nur das Google die bereits auf ungültig gesetzten Links nicht irgendwie kennzeichnet oder entfernt, und man muss dies jedes mal mit der bestehenden Liste vergleichen ( das ist lästig )
    Gruß Benno