Wie du leicht Spam-Backlinks für ungültig erklären kannst

Wie du leicht Spam-Backlinks für ungültig erklären kannst
4.8 (6)

Stelle dir vor, du baust ein gutes Webprojekt auf und dieses wird von der Konkurrenz mit Spam-Backlinks beschossen. Was kannst du dagegen machen und wie darauf reagieren?

Spam-Backlinks

Spam-Backlinks für ungültig erklären – © TheDigitalArtist / pixabay.com

In diesem Artikel gehe ich auf die Problematik der Spam-Backlinks ein und wie du sie entwerten kannst. Sinnvoll oder doch Zeitverschwendung?

Spam-Backlinks und das sinnvolle Löschverfahren

Die Konkurrenz schläft gewöhnlich nicht und schon gar nicht im SEO-Bereich. Durch Spam-Backlinks versucht der Konkurrent die Domain absichtlich zu schädigen.

Vor kurzem habe ich selbst die vierte Spam-Attacke erfahren müssen und habe alle Spam-Domains entwerten lassen.

Spam-Attacke

Spam-Attacke auf meine Domain. Screenshot: Search-Console von Google

In der SEO-Szene wird breit diskutiert inwieweit eine Spam-Attacke durch Konkurrenten für die eigene Domain oder die Kundendomain schädlich ist.

Die Meinungen gehen weit auseinander. Die einen sagen überhaupt nicht schädlich und reine Zeitverschwendung. Andere wiederum entwerten regelmäßig mit Disavow-Link-Tool die schädlichen Backlinks.

Was als richtig zu betrachten ist, scheint ein SEO-Erfahrungswert zu sein. Vor allem den SEOs, die den Linkaufbau selbst betreiben glaube ich kein Wort. Sicherlich kann von außen der Spam zusätzlich als Ablenkung wirken, aber wenn starke Backlinks zusätzlich durch Spam-Verweislinks entwertet werden wird es brandgefährlich. Sehr oft drohen Trafficeinbrüche, Rankingverlust oder manuelle Abstrafung.

Wer geht so ein Risiko ein? Ein SEO?

Ich gehe noch mit, wenn einer sagt dass die meisten eingekauften Spam-Backlinks bei stärkeren Domains keine direkte Wirkung zeigen. Wie sieht es bei Domains aus, die den Trust noch nicht haben, aber gute Rankings aufweisen? Genau darum geht es! Differenziert betrachtet kann sich kein SEO die Nichtabwertung und Spam erlauben. Punkt!

Arten von Spam-Verweislinks

Es gibt zwei Arten von Spam:

  • Sammelspam
    Diese Spam-Backlinks entstehen durch sogenannte Crawl-oder Scrapseiten und sind oft ungefährlich, da sie weit verbreitet sind und automatisch als Spam erfasst werden.
  • Spam-Attacke
    Diese Spam-Backlinks können gefährlich werden. Sie werden im Ausland günstig eingekauft und durch die Konkurrenz in Auftrag gegeben. Zusätzlich wird durch das Outsourcing die eigene Identität verschleiert.

Sinnvolle Maßnahme um Spam-Backlinks und Spam-Attacken den Kampf anzusagen

Google bietet für Webseitenbetreibern ein eigenes Entwertungstool „Disavow-Link-Tool“ an. Das Tool ist einfach aufgebaut und erfordert lediglich die Auswahl der betroffenen Domain in der Search-Console, das heraussuchen der Spam-Domains und das Weiterführen einer externen Datei.

Kurze Anleitung:

  1. Melde dich in der Search-Console an.
  2. Wähle in Disavow-Link-Tool deine betroffene Domain aus.
  3. Lege dir eine Text-Datei (.txt) z.B. mit WordPad oder Notepad an.
  4. Speichere diese auf deinem Datenträger ab.
  5. Kopiere aus der Search-Console unter SuchanfragenLinks zu ihrer Website die Spam-Links heraus und füge diese in die erstellte Datei (s.u.) ein.
  6. Kontrolliere sorgfältig, ob es sich wirklich um Spam-Backlinks handelt.
  7. Lade die Text-Datei hoch.

Bei Google findest du eine ausführliche Anleitung, wie du die Backlinks für ungültig erklären kannst. (Beachte unten meine Hinweise!)

Beispiel für eine gültige Datei:

# Alle aufgeführten Spam-Backlinks entfernen lassen
domain:de-casino-kneesocks.com
domain:de-casino-corocore.com
domain:de-casino-untucked.com
domain:de-casino-belatedness.com
domain:de-casino-quartile.com

Die im Beispiel genannte Disavow-Datei herunterladen.

Sollte die Abwertung der Verweislinks bei dir keine Wirkung zeigen und du benachteiligt wirst, dann einfach an Google Webmaster Team wenden! Google sichtet danach dein Backlinkprofil manuell und entwertet den gewünschten Spam eigenhändig.

 Wichtige Hinweise:
  • achte darauf, welche Unterseite angegriffen wird und kontrolliere, ob vor der Spam-Attacke ein neuer Konkurrent hinzukam. Daraus lässt sich oft ableiten, wer den Angriff möglicherweise durchgeführt hat. Neue Konkurrenten werden durch den Google-Algorithmus nach oben gespült, verweilen kurze Zeit in der Top-10 und wandern danach auf die hinteren Plätze. Dies wirkt sich auf das Gemüt aus und sie greifen zum letzten Mittel – der Spam-Attacke
  • beachte, dass die Spam-Verweislinks in Google Search-Console weiterhin gelistet werden
  • achte darauf, dass die Liste immer weitergeführt wird und nach dem Hochladen nur die erfassten Spam-Backlinks in der Datei mit der vorhanden überschrieben werden
  • bewerte sorgfältig die eingehenden Verweislinks und entwerte nur die Spam-Backlinks. Kontrolliere monatlich mit gängigen SEO-Tools (XOVI Anzeige, Sistrix) dein Backlinkprofil
  • Disavow-Datei wird im Anschluss eines Antrages nicht berücksichtigt, solange der erste Auftrag abgearbeitet ist
  • mit Disavow-Link-Tool kannst du nicht deine Konkurrenz abwerten. Dieses Tool entwerten nur deine eingehenden Verweislinks, bezogen auf deine ausgewählte Domain
  • komme nicht auf die Idee selbst so eine Spam-Attacke zu starten. Sollte dein Konkurrent dich ausfindig machen, dann droht eine Anzeige und deftige Geldstrafe in Bezug auf nachgewiesenen Umsatzeinbruch oder vorsätzliche sittenwidrige Schädigung des Geschäftes

Du bist dran! Warst du selbst schon von einer Spam-Attacke betroffen? Kontrollierst du stetig deine Verweislinks und entwertest schlechte Spam-Backlinks? Nutze mein Kommentarbereich weiter unten.

0 Kommentare zu “Wie du leicht Spam-Backlinks für ungültig erklären kannst