Designenlassen Erfahrungen: Logo-, Web- und Visitenkarten-Design gestalten

Designenlassen Erfahrungen: Logo-, Web- und Visitenkarten-Design gestalten
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Das Aushängeschild eines Unternehmens ist das Logo, Visitenkarte oder an Zielgruppe angepasstes Corporate-Design.

Meine Erfahrungen mit Designenlassen.de

Meine Erfahrungen mit Designenlassen.de – © fancycrave1 / pixabay.com

Schon am Design erkennst du, inwieweit ein Unternehmen sich mit seiner Präsens nach Außen beschäftigt hat. Das Erscheinungsbild ist entscheidend. Heute ist nicht ausreichend im Web anwesend zu sein.

Designenlassen: Kreativ- und Designprojekte an die Community auslagern

Ich kann mich erinnern, als ich von der Idee hörte und mich Crowdsourcing-Plattform angemeldet habe. Damals war Designenlassen.de nahezu unbekannt. Nach der Übernahmen von 12designer, die an 99designer ging, hat Designenlassen in Deutschland eine gute Positionierung angenommen.

Ich möchte aus der Sicht vom Hobby-Designer über meine Erfahrung berichten und dir wichtige Tipps für das Briefing, Preisgestaltung und die richtige Zielsetzung an die Hand geben. Bereit?

Was ist Designenlassen.de und wie funktioniert die Plattform?

Designenlassen ist eine Crowdsourcing-Plattform, bei der Auftraggeber und Auftragnehmer aufeinander treffen.

Dabei erstellt der Auftraggeber ein Briefing an Aufgaben, die der Auftragnehmer übernimmt und abarbeiten muss. Der Auftraggeber kann zwischen Logo-, Web-, Visitenkarten- und Plakat-Design bis zur Namensfindung ein selbsterstellten Auftrag vergeben.

Alle Designer/Kreative die an dem Auftrag teilnehmen können ihre Entwürfe einreichen und der Auftraggeber kann sie bewerten, annehmen oder gleich abwählen lassen. Dadurch hat der Auftraggeber eine breitere Entscheidungsfindung und kann die Auswahl mit seinen Mitarbeitern oder der Community gemeinsam treffen.

Je mehr Preisgeld der Auftraggeber bietet, desto mehr qualitative Designentwürfe bekommt er geliefert.

Das Briefing: Beschreibung für Auftrag richtig erstellen

Ein Projekt bei Designenlassen zu erstellen ist kinderleicht und erfolgt überraschenderweise durch nur sehr wenige Fragen. Zunächst einmal wird das Wunschprojekt kategorisiert, damit die Designer wissen, worum es überhaupt geht.

Beispiele für mögliche Kategorien sind:

  • Logo & Cooperate-Design,
  • Web-Design & Apps,
  • Namensfindung,
  • Werbung und Illustrationen,
  • Verpackung und Cover oder Sonstiges.

Hier muss man sich als Kunde entscheiden. Jede dieser Kategorien enthalten nun Unterpunkte, um das Wunschprojekt weiter zu beschreiben, was aber schnell zu finden ist. Zum Beispiel die Suche nach dem Firmennamen unter der Namensfindung.

Im folgenden Briefing werden Daten abgefragt, die den Designern weiterhelfen, ihren Job zu machen: Neben der E-Mail-Adresse wird im Beispiel der Namensfindung nach Spezifikationen der Firma gefragt, was diese genau macht und wer die Zielgruppe ist. Welche Vorgaben unbedingt berücksichtigt werden sollen, wie etwa Farben oder Größe.

Die Branche und ein Firmentitel können einem Datei-Upload für bereits existierende Skizzen, Bildideen oder Logos gegeben werden.

Logisch aufgebaut

Je nach Projekt kommen spezifische Fragen hinzu, beispielsweise beim gewünschten neuen Web-Design wird nach bereits vorhandenen Webseiten gefragt, sowie nach der Anzahl der gewünschten Seiten. Ein einfacher „Pult“ mit Schiebereglern, an dem der Kunde zwischen „Klassisch oder modern“, „Exklusiv oder erschwinglich“, „Verspielt oder schnörkellos“ oder „Bunt oder einfarbig“ wählen kann, grenzt die Wahl deutlich ein und gibt dem Projekt die Richtung, die es bekommen soll.

Dann darf ein Projekttitel vergeben werden und der Inhalt der Seiten wird abgefragt. Alles in allem überall klare und knappe Fragen, die in Kürze beantwortet sind.

In wenigen Minuten ist also das Briefing erledigt und der Auftrag spezifiziert. Zum guten Schluss gelten wenige Angaben über Projektoptionen und die Höhe des Preisgeldes. Das ist so einfach, dass wirklich jeder einen Auftrag erteilen kann.

Kritik am Crowdsourcing

Die Designer am anderen Ende dieser Szenerie sehen die Sache etwas anders. Ständig muss Zeit investiert werden, um erst einen Auftrag zu bekommen. Kommt dann endlich ein Auftrag herein, müssen kreative Ideen in einer vorgegebenen Zeit abgeliefert werden, ohne zu wissen, ob die Zeit und Mühe überhaupt belohnt werden. Durch die hohe Anzahl an Mitbewerber – oder besser Mitstreiter – ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, als „Sieger“ unter den entworfenen Ideen hervorzugehen.

Interessant ist eine solche Tätigkeit also nur für diejenigen Designer, die ohnehin den ganzen Tag am PC sitzen oder keiner Arbeit nachgehen.

Die investierte Zeit darf keinen großen Verlust darstellen, wenn der Auftrag an jemand anderen geht. Doch da der Markt schwer überschaubar ist und gute Aufträge rar gesät, gehen immer mehr Designer diesen Weg, um überhaupt am Arbeitsleben teilnehmen zu können. Es bietet zumindest die Chance auf neue Projekte, wenn der Kunde zufrieden ist.

Freie Marktwirtschaft: Gewinner und Verlierer

Und nicht nur den Designern geht es so; viele andere Bereiche sind durch das Outsourcing dieser Art betroffen. Texter, Fotografen, Reporter und viele Berufsspaten mehr sind involviert und leiden an mangelnder Arbeit. Es bleibt also offen: Für die einen ist es Gewinnoptimierung bei niedriger Investition, für die anderen bedeutet es Nachjagen von Aufträgen um buchstäblich jeden Preis.

Jeder darf selber entscheiden, auf welcher Seite er sein möchte.

Vorteile und Nachteile von Designenlassen.de

Natürlich haben Crowdsourcing-Plattformen nicht nur Vorteile und beinhalten genug Nachteile, die ich im Einzelnen ansprechen möchte:

Vorteile:

  • Kreativität und Intelligenz der Masse
  • viele Entwürfe pro Auftrag
  • große Community mit großartigen Designern
  • guter Shop mit vielen Logos zum Einzelkauf
  • guter Support
  • Sicherheit bei Aufträgen für beide Seiten
  • bei Nichtgefallen kann der Auftrag zurückgezogen werden, angepasst oder gelöscht werden
  • Briefings sind in Deutsch und in Englisch
  • neue Designer können Erfahrungen sammeln
  • weitere Aufträge für Gewinner-Entwurf

Nachteile:

  • Entwürfe können eine Urheberrechtsverletzung beinhalten
  • niedrig angelegte Preisgelder
  • Designvorschläge anderer können nicht mit Kommentaren versehen werden
  • Copycats (Nachahmer) werden nicht entfernt
  • keine sinnvolle Verifizierung der Mitglieder
  • Design-Agenturen nutzen die Plattform aus
  • Entwürfe entstehen wie am Fließband

Meine Bewertungskriterien

Zum Schluss möchte ich meine festgelegten Bewertungskriterien für Designenlassen.de definieren und auswerten:

Support9.5
Designer/Kreative9
Größe der Community8.5
Qualität der Entwürfe8
Preis/Leistung9.5
Vorteile
viele Entwürfe
gute Designer/Kreative
kein Risiko
Nachteile
kopieren von Ideen
Urheberrecht
Preispolitik
8.9

Fazit

Ich kann dir Designenlassen.de ohne Weiteres empfehlen. Ein Blogger oder Unternehmen kann im Zweifelsfall für kleines Geld ein komplettes Corporate-Design erstellen und in der Unternehmerwelt sich positionieren.

Große Konzerne meiden solche Plattformen, da ein Design schon aus rechtlicher Sicht eine Urheberverletzung beinhalten kann und am Ende das Unternehmen die Haftung übernehmen muss. Hinzu kommt, dass die Kreativen keine echte Verifizierung vornehmen müssen und so ihre persönlichen Daten fälschen können. Wer auf Sicherheit baut, der wird sich für einen Freelancer oder eine Design-Agentur entscheiden.

Positiv hervorheben möchte ich die Namensfindung. Diese eignen sich gut, um einen Namen für ein Start-Up oder Unternehmen zu finden.

Überzeugt? Jetzt bei Designenlassen.de dein Designauftrag starten.

Du bist dran. Hast du weitere Fragen? Nutze dafür meinen Kommentarbereich und stelle mir deine Frage(n) zum Designenlassen.de. 

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