Die 10 größten Blogger-Fehler und wie du sie sofort vermeidest

Die 10 größten Blogger-Fehler und wie du sie sofort vermeidest
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Du glaubst, du machst beim Bloggen keine Fehler? Ich stelle dir typische Fehler vor, die vor allem Blogging-Neulingen häufig machen und am besten vermeiden sollten.

Blogger-Fehler

Blogger-Fehler und wie du sie sofort vermeidest – © edar / pixabay.com

Wenn du langfristig erfolgreich beim Bloggen sein willst, dann musst du die unten aufgeführten Fehler unbedingt meiden.

Blogger-Fehler und wie du sie sofort vermeidest

#1: Du hast lästiges Captcha im Kommentarbereich

Keiner möchte beim Kommentieren noch zusätzlich durch Captcha belastet werden. Die meisten empfinden das Eingeben von Name und E-Mail als lästig und das Captcha schreckt die restlichen Kommentatoren ab, die sich am Thema gerne beteiligen wollen.

Einige Blogger machen daraus sogar ein Spiel und erstellen eine Art Rätsel, welches der Leser lösen muss bevor er den Kommentarbereich überhaupt nutzen kann. Wozu?

Lösung:

  • Schalte das Captcha komplett ab und installiere ein Antispam-Plugin, wie z.B. Antispam Bee. Dieses Plugin filtert alle deine Spam-Kommentare und du musst dich um nichts kümmern.
  • Oder, bearbeite und schalte alle Kommentare manuell frei.

Hinweis: In diesem Blog hat Antispam Bee mittlerweile über 15.000 Spam-Kommentare gelöscht und ich musste nicht einmal eingreifen. Antispam Bee nutzt eine eigene Datenbank und arbeitet in diesem Zusammenhang sehr zuverlässig.

#2: Du gehst nicht auf Fragen in Kommentaren ein

Ich habe einen Blog über Facebook abonniert und lese dort mit. Der Autor heult gerne herum, dass die Kommentare abgenommen haben und fordert seine Leser in seinem Blog zu kommentieren und nicht bei Facebook. Dabei sollte er sich freuen, dass er überhaupt eine Rückmeldung zu Artikeln bekommt. Die meisten Blogartikel bekommen gar kein Feedback und versinken im tiefen Internet.

Was ist sein Problem? Er möchte natürlich gerne die Kommentare unter dem Artikel haben. Sein Problem ist aber ein ganz anderes – er geht nicht auf Fragestellungen ein und antwortet in seinem Blog überhaupt nicht. Warum macht er das nicht? Weil er eine Dienstleistung hat und seine Artikel so formuliert, damit der Leser möglicherweise seinen Dienst bzw. seine Leistung in Anspruch nimmt. Ich würde sagen: Thema verfehlt.

Lösung:

  • Gehe auf jedes Kommentar ein, das eine Fragestellung beinhaltet.
  • Ein Leser der eine Frage beantwortet bekommen hat, wird immer wiederkehren!
  • Bei komplexen Fragestellungen aktualisiere deinen Artikel und füge die fehlenden/angesprochenen Informationen hinzu und antworte mit dem Vermerk auf deinen Blogartikel.

#3: Du hast keine Textstruktur und keine Zwischenüberschriften

Vor allem bei längeren Artikeln ist eine Textstruktur mit Überschriften und Zwischenüberschriften sehr hilfreich, um den Artikel schnellstmöglich überfliegen zu können. Die meisten Blogger machen sich darüber keine Gedanken und machen nicht einmal zwischen den Textzeilen sinnvolle Absätze. Schon durch die Absätze ist der Text leserlich und kann vom Leser besser verdaut werden.

Lösung: 

  • Strukturiere deinen Text und versetze dich in die Lage vom Leser. Ist der Text lesbar und schnell überschaubar?
  • Nutze Zwischenüberschriften, damit du komplexe Themeninhalte sinnvoll unterteilen kannst.
  • Benutze Aufzählungen, nummerierte Liste, kursiv oder Fettschrift, um die einzelnen Textpassagen zu gliedern.

#4: Dein Besucher erkennt nicht deinen Themenfokus

Diesen Fehler hab ich einst selbst gemacht und habe für meinen (alten) Blog gar keine Fokussierung vorgenommen. Ich bloggte einfach über alles und berichtete teilweise aus Nachrichten.

Kein Themenfokus zu haben ist das größte Problem der Blogger. Sie bloggen über alles und haben am Ende nichts produktives aufgebaut, das sich später in irgendeiner Form prüfen lässt.

Jedes Blog sollte einen Themenbereich haben und weitere kleinere, die zusätzlich beliefert werden, weil sie sich überschneiden.

Du kannst keinen Leser binden, wenn er nicht erkennt für was du brennst.

Lösung: 

  • Definiere einen großen Themenbereich und wähle, falls es notwendig ist, weitere zwei überschneidende Themen.

#5: Du schreibst deine Artikel für die Suchmaschine

Wie oft ich in letzter Zeit lese, dass die Artikel eine bestimmte Wortlänge haben sollten. Solche Aussagen führen dazu, dass die Blogger sich mehrfach im Artikel wiederholen und nicht auf den Punkt kommen.

Wenn du ein Thema abgehandelt hast und zufrieden bist, dann sollte der Text alles Wichtige enthalten. Dabei spielt die Wortanzahl eine untergeordnete Rolle.

Derzeit entwickelt sich ein SEO-Trend, in dem lange Texte eingestellt werden und später gekürzt bzw. für den Leser angepasst werden. Siehst du daran einen Sinn? Ich habe vor drei Jahren gesagt, dass die Aussagen an Ausmaß annehmen werden und wir demnächst im Bereich von 2000 Wörtern ankommen und die Forderung nach Wortzahl zunehmen. Mehr ist nicht immer besser!

Schau dir die Anforderungen einiger Blogger an. Diese fordern mindestens 1500-2000 Wörter pro Gastartikel. Was ist der Grund? Sie wollen alle Suchbegriffe abgreifen und am liebsten das ganze Themenkomplex in ein Thema packen.

Lösung:

  • Achte nicht auf die Wortanzahl.
  • Schreibe nicht für die Suchmaschine. Optimiere deinen Text nur für deinen Leser und verpacke die Informationen bündig und kurz.

#6: Am Ende vom Blogartikel fehlt die Handlungsaufforderung

Was soll eigentlich dein Leser nach dem Lesen machen? Schon darüber nachgedacht? Soll er kommentieren oder auf bestimmte Frage antworten? Soll er sich in deinen Mailverteiler eintragen?

Es gibt verschiedene Methoden um eine Interaktion nach dem Lesen auszulösen. Oft wird eine Eintragung zum Newsletter gefordert. Diese sieht in den meisten Fällen so aus „Hat dir mein Beitrag geholfen?“ und drunter das E-Mail Formular.

Fest steht, eine Handlungsaufforderung sollte unter jedem Artikel stehen. Sonst ist der Besucher verschwunden und du hast nichts davon. Eine weitere gute Möglichkeit ist eine Frage einzubauen oder am Ende zusammenfassend als Frage auszugeben.

Lösung:

  • Entscheide dich für eine Aktion, aber übertreibe nicht. Zu viele Aktionsbefehle führen am Ende zu keinem Ergebnis und sehen für Besucher unübersichtlich aus!

#7: In deinem Blog lenken störende Elemente vom Inhalt ab

Störende Elemente im Blog sehe ich oft, die einfach nur ablenken und nerven. Derzeit ist der E-Mail Pop-Up sehr beliebt.

Zu viele Handlungsaufforderung oder Werbemittel sind grundsätzlich nicht förderlich für dein Blog. Natürlich müssen die Blogger auch an den eigenen Verdienst denken, aber die Werbung sollte gut gewählt werden und vor allem gut platziert sein. Alles was automatisch ohne Zustimmung vom Leser auftaucht, sollte gemieden werden.

Lösung:

  • Entscheide dich für ein Werbemittel oder eine Handlungsaufforderung und teste diese gegeneinander.

#8: Dein Artikel-Titel spricht deine Leser nicht an

Der Artikel-Titel, also die oberste Überschrift, sollte deinem Besucher sofort ins Auge stechen und er sollte innerhalb von paar Sekunden verstehen, worum es in deinem Artikel geht.

Vor allem, wenn es um eigene Tipps und Erfahrungen geht, empfiehlt es sich das Wort „mein(e)“ in den Artikel-Titel einzubauen.

Interessante und persönlich Empfehlungen, direkte Ansprache und lösungsorientierte Artikel-Titel erfüllen sofort ein Lesebedürfnis und geben Anreize zum Klick.

Du solltest falsche Erwartungen vermeiden, die der Leser sofort nach dem ersten Satz erkennt. Das mag bei lustigen (Fun) Webseiten funktionieren, aber nicht beim ernstzunehmenden Blog.

Ich empfehle den Artikel-Titel erst nach Fertigstellung zu definieren. Wörter wie „vermeiden, jetzt, Geheimnis, häufig, beste, meine Empfehlung oder sofort usw.“ solltest du einbauen.

Lösung:

  • Wähle immer Aussagekräftige Titel, die dein Leser sofort versteht.
  • Allgemeine Artikel-Titel sind ungeeignet, da sie keinen Anreiz zum Klicken geben.
  • Vermeide fälschliche Erwartungen. Diese werden (eher) negativ aufgefasst.

#9: Du bringst deinen Leser mit sinnlosen Informationen durcheinander

Informationen müssen für den Besucher gut vorbereitet und präsentiert werden. Einige Blogger durchstreichen Textpassagen oder stellen ältere Informationen voran.

Dir musst bewusst sein, dein Leser hat nicht die Zeit einen Artikel komplett zu lesen. Er sucht oft nach Problemlösungen und will sie schnellstmöglich befriedigen.

Im „Website Boosting-Magazin“ nahm ein Autor Bezug auf das Thema und machte ein gutes Beispiel: Wenn über gesetzliche Erneuerungen zu Kindergeld geschrieben wird, dann möchte der Leser nicht alle Änderungen auf einen Blick sehen, und schon gar nicht, wenn die älteren Informationen vorangestellt sind. Er sucht nach Änderungen und will nur diese im Überblick zum Erfassen haben!

Ein weiteres gutes Beispiel ist das Durchstreichen von Textpassagen. Der Autor verunsichert durch das Durchstreichen den Leser und hat ihn (vielleicht) sogar vergrault; weil sein Text für den Leser ein Übermaß an Informationen darstellt und er falsche Informationen aufsaugt, bzw., diese noch nicht zuordnen kann. Wenn der durchgestrichene Text keine Bedeutung mehr hat, warum ihn stehen lassen?

Lösung:

  • Lösche ältere Informationen, wenn sie keine Bedeutung haben.
  • Bearbeite deine Blogartikel und füge nur die wichtigsten Informationen hinzu.
  • Falls es dir wichtig ist, dann unterteile und präsentiere die älteren Informationen als Zusammenfassung am Ende.
  • Habe keine Angst, dass du durch die Bearbeitung an Rankings verlierst oder die Wortzahl dadurch abnimmt.

#10: Deine Bilder passen nicht zum Artikelinhalt

Gern gemachter Fehler, wenn unpassende Bilder zum Artikelinhalt verwendet werden. Dann lieber gar kein Bild nutzen. Der Leser entscheidet in erster Linie nach dem Bild, vor allem, wenn er noch keine Erwartungshaltung zu deinem Inhalt hat.

Lösung:

  • Verwende primär Bilder, die zu deinem Thema und deinem Artikel passen.

Du bist dran. Hast du weitere Blogger-Fehler, welche du bei anderen Bloggern siehst? Nutze bitte mein Kommentarbereich.

6 Kommentare zu “Die 10 größten Blogger-Fehler und wie du sie sofort vermeidest

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    Anna kommentierte am 20.09.2017:

    Hallo Alex,
    ich stimme dir vollkommen zu: Blogger sollten nicht auf die Textlänge achten. Ich finde, dass die strikte Einhaltung von einer bestimmten Textlänge viele Artikel unleserlich macht. Dies führt nur dazu, dass die Texte unnötigerweise mit nichtssagenden Aussagen gefüllt werden nur um das gewünschte Volumen zu erreichen. Dadurch vergeht mir manchmal die Lust einen Blogartikel weiterzulesen. Viele Inhalte sind schon mit wenigen Worten kommuniziert.
    LG Anna
    SEO Agentur Berlin

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    Stephan Pinkwart kommentierte am 12.11.2017:

    Hallo Alex, ich kenne deine Fehler die du beschreibst und versuche die immer wieder zu vermeiden 😉

    Irgendwann hat man die so verinnerlicht, das es kein Problem mehr macht, einen Artikel zu schreiben.

    Aber natürlich hängt man immer dahinter und sagt sich, was mache ich nur falsch. Es ist nicht schwer, aber man sollte halt nicht überstürzt alles befolgen, was man immer so mitkriegt (2000 Wörter u.s.w.)

    LG Stephan

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    Jonathan kommentierte am 15.11.2017:

    Danke für die Mühe. Als Blogger-Anfänger kann ich jeden Tipp gut gebrauchen.

    • comment-avatar
      Alex Kasakow kommentierte am 16.11.2017:

      Danke Jonathan, viel Erfolg mit deinem Blog. Grüße.